«Jede Gemeinde sollte vor der Erneuerung des Abfallreglements den Check-Up Standard durchführen.»

4      03.03.2026

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Vor der Reorganisation ihrer Abfallwirtschaft wollte die Gemeinde Gränichen wissen: Wo stehen wir heute – und wohin wollen wir? Der Swiss Recycle-Check-Up Standard lieferte eine fundierte Analyse der IST-Situation und diente als strategische Grundlage für die Revision des Abfallreglements, die Neuausrichtung der Sammelstellen und die Priorisierung der nächsten Schritte. Im Interview spricht Christoph Bärtschi, Verantwortlicher Abfallbewirtschaftung, darüber, wie der Check-Up bei der Standortbestimmung half.

Herr Bärtschi, warum haben Sie sich für den Swiss Recycle-Check-Up entschieden?
Christoph Bärtschi: Wir wollten die ganze Abfallwirtschaft reorganisieren und im Zuge dessen auch unser Abfallreglement aktualisieren. Vor der Reorganisation haben wir uns für den Check-Up Standard entschieden, um eine Auslegeordnung über die IST-Situation zu erhalten, als Grund- und Ausgangslage für die einzelnen Projekte.

Zudem kenne ich Ueli Maass und Roland Habermacher schon von Projekten aus meiner ehemaligen Gemeinde und wusste, dass die Zusammenarbeit gut funktionieren wird.

Welche Erkenntnisse, waren für Sie besonders hilfreich?
C.B.:Wie gesagt gab es einen guten Überblick über den Ist-Zustand, wie die Organisation aktuell aussieht und wie die Dienstleistungen aktuell aufgebaut sind. Das gab uns Grundlagen, wo wir hinwollen und was wir verändern müssen, um den gewünschten Soll-Zustand zu generieren.

Wie verständlich und praxisnah waren die Empfehlungen?
C.B.:Die Aussagen, die wir am Ende des Check-Ups erhielten, waren klar und pragmatisch – eine gute Grundlage für die weiteren Prozesse, die stattfinden.

Welche Verbesserungen konnten Sie dank des Check-Ups umsetzen?
C.B.:Nebst den von uns sowieso geplanten Reorganisation der Abfallwirtschaft und des neuen Abfallreglements, zeigte der Check-Up Standard auch auf, dass wir die Sammelstellen neu organisieren müssen. Aktuell ist unsere zentrale Sammelstelle beim Werkhof, der nun zurückgebaut wird. Diesbezüglich sind wir in Verhandlungen mit einem Recycler, der neu in Gränichen einen Standort eröffnen will und die zentrale Sammelstelle ersetzen könnte.

Gleichzeitig haben wir dezentrale Quartiersammelstellen, die weiterbetrieben werden. Beim Check-Up stellte sich heraus, dass bei diesen ebenfalls Handlungsbedarf besteht bezüglich Standorten und Instandsetzungsbedarf. So werden beispielsweise alle Sammelbehälter bei den verbleibenden Quartiersammelstellen durch Unterflurcontainer ersetzt.

Christoph Bärtschi
Verantwortlicher Abfallbewirtschaftung

Hat der Check-Up geholfen, Prioritäten klarer zu setzen?
C.B.: Er gab vor Allem eine gute Perspektive in die Zukunft um festzulegen, was beginnen wir wann. In einem ersten Schritt werden wir beispielsweise das Abfallreglement neu erarbeiten und dieses dann der Gemeindeversammlung vorlegen. Daraus ergeben sich dann die weiteren Schritte. So werden wir etwa die Dienstleistungen neu ausschreiben, das Angebot der Sammelstellen überprüfen und diese neu strukturieren.

Gab es messbare Verbesserungen (z. B. Organisation, Kosten, Qualität)?
C.B.: Konkrete Zahlen haben wir noch nicht, da die Folgeprojekte noch in Planung bzw. Durchführung sind. Aber der Check-Up Standard hat uns sicher insofern schon geholfen, als dass wir feststellten, dass bei den aktuellen Quartiersammelstellen gar keine Dienstbarkeiten vereinbart wurden. Nun gilt es, mit den Anbietern in Verhandlungen zu gehen und zu prüfen, ob wir die Sammelstellen gegebenenfalls auch auf eignen Liegenschaften platzieren könnten.

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit Swiss Recycle erlebt?
C.B.: Die Zusammenarbeit mit Swiss Recycle ist sehr angenehm, wie ich aus der Vergangenheit bereits wusste. Deshalb war für mich klar, dass wir bei der Reorganisation in Gränichen ebenfalls bei Swiss Recycle anklopfen werden.

So wussten wir beispielsweise, bis wann wir das neue Abfallreglement für die Gemeindesammlung haben müssen und haben dann gemeinsam mit Swiss Recycle einen realistischen Zeitplan aufgestellt, welche Dienstleistungen und Abklärungen bis wann erledigt sein müssen.

Ich kann Swiss Recycle allgemein sehr empfehlen, da sie mit ihren Beratungsdienstleistungen ein grosser Gewinn für die Gemeinden sind.

Wem würden Sie den Check-Up Standard empfehlen?
C.B.: Grundsätzlich wäre es für alle Gemeinden empfehlenswert, damit sie wieder einmal einen Überblick haben, wie ihre Abfallbewirtschaftung aufgestellt ist – was funktioniert und was könnte man verbessern.

Aber sicher jede Gemeinde, die das Abfallreglement erneuern muss, sollte den Check-Up Standard als Grundlage durchführen lassen.

Vielen Dank für das Gespräch und den spannenden Einblick, Christoph Bärtschi.

Interessieren Sie sich für den Check-Up Standard?


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