Swico Recycling hat im Fachbericht 2026 eine umfassende Auswertung von Daten der letzten zwanzig Jahre zur Verarbeitung von Elektro- und Elektronikaltgeräten (EAG) veröffentlicht. Die Analyse bestätigt einen klaren Trend: Elektronische Geräte werden immer kleiner und leichter, während gleichzeitig ihr Metallgehalt kontinuierlich abnimmt. Lag dieser vor zwei Jahrzehnten noch bei über 65 Prozent, beträgt er heute nur noch knapp 50 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Kunststoffanteil in derselben Zeit nahezu verdoppelt. (vgl. Grafik Zusammensetzung SwicoMix).
Zunehmender Kunststoffanteil, rückläufiger Metallanteil hat Konsequenzen
Dieser «Metallschwund» in den Geräten hat direkte Folgen für das Recycling sowie die Recyclingquote wie Jon Fanzun, CEO von Swico Recycling erklärt: «Die Daten der letzten 20 Jahre lehren uns, dass Stabilität in der Zusammensetzung des Elektroschrotts eine Illusion ist. Wir müssen uns auf eine Zukunft einstellen, in der die absolute Masse an Metallen weiter abnimmt, während die Komplexität der Materialverbunde weiter steigt. Für die kommenden Jahre wird es deshalb entscheidend sein, die Technologien zur Kunststofferkennung weiter zu verfeinern. Statt immer höhere Recyclingquoten ausweisen zu wollen, müssen wir uns künftig darauf fokussieren, dass möglichst wenig technisch rückgewinnbare Wertstoffe im Abfall landen.» Das heisst: weg von reinen Mengenkennzahlen, hin zu einer präziseren, technologisch anspruchsvolleren Rückgewinnung wertvoller Ressourcen.

