Einen zunehmenden Teil der PET-Getränkeflaschen konsumiert die Bevölkerung ausser Haus. Ob die Flasche im Recycling oder im Restabfall landet, entscheidet sich oft innerhalb weniger Sekunden. Ohne Sammelmöglichkeiten gehen wertvolle Rohstoffe verloren und PET-Getränkeflaschen verschwinden aus dem Recyclingkreislauf. Gemeinden leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie öffentliche Sammelstellen dort bereitstellen, wo Menschen ihre Getränke tatsächlich konsumieren.
Der Standort ist entscheidend
Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der Sammelstellen, sondern ihr Standort. Gemeinden kennen die Konsumgewohnheiten der eigenen Bevölkerung gut. Sammelstationen kommen dort zu stehen, wo sie den grössten Nutzen bringen: auf öffentlichen Plätzen, in Parks, Fussgängerzonen, an See- und Flussufern oder bei Sportanlagen. Anfangs besteht ein gewisser organisatorischer Mehraufwand, doch bald gewinnen die Abläufe an Effizienz und Nutzen.
Recyclinggewohnheiten von morgen
Dass gut platzierte Sammelstellen wirken, bestätigt auch die mehrjährige Schweizer Studie der IGSU und der FHNW. Sie zeigt, dass auffällige, leicht zugängliche Sammelangebote in Kombination mit Informationsmassnahmen besonders wirksam sind. Das öffentliche Sammelstellennetz wächst deshalb kontinuierlich weiter. Das Engagement der Gemeinden und Werkhöfe legt bereits heute den Grundstein für die Recyclinggewohnheiten von morgen.

