Der Blick in die Kühlregale der Detailhändler bestätigt: Aludosen sind im Trend. Laut den Abfallstatistiken des Bundes stieg der Verbrauch 2024 um rund 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr und über 12 Prozent mehr als 2020. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend beim Unterwegskonsum. Mit der steigenden Nachfrage wächst auch der Bedarf an gut erreichbaren Sammelmöglichkeiten im öffentlichen Raum.
Ausbau der Sammelinfrastruktur
Für das Recycling ist diese Entwicklung grundsätzlich positiv. Die Schweiz verfügt über ein bewährtes Sammel- und Verwertungssystem: Seit 2005 liegt die Verwertungsquote von Alu-Getränkedosen konstant bei mindestens 90 Prozent. Aluminium lässt sich nahezu unbegrenzt rezyklieren, ohne an Qualität zu verlieren. Gleichzeitig spart das Recycling gegenüber der Herstellung von Primäraluminium Nutzerfreundliche Sammlung rund 95 Prozent Energie. Um die hohen Recyclingquoten zu halten, muss die Sammelinfrastruktur mit dem veränderten Konsumverhalten Schritt halten.
Den Wertstoff im Kreislauf halten
Bereits heute stehen schweizweit über 60’000 Sammelbehälter für Alu-Verpackungen zur Verfügung, dennoch besteht insbesondere an stark frequentierten Orten weiteres Potenzial. Sammelbehälter bei Bushaltestellen, Sportanlagen, Parks oder Veranstaltungsorten erleichtern die korrekte Sammlung und erhöhen nachweislich die Verwertungsquote. Gemeinden und Städte können gemeinsam mit IGORA das öffentliche Sammelnetz gezielt ausbauen und die Bevölkerung für das Recycling sensibilisieren. Je einfacher die Rückgabe ist, desto mehr Aluminium bleibt im Kreislauf.

