Nach monatelanger Vorbereitung war es am 30. Januar 2026 wieder so weit: Nach dem traditionellen Networkingabendessen am Vorabend wurde der Kongress von Viviane Pfister,
Co-Geschäftsleiterin Swiss Recycle, und Isabelle Baudin, Projektleiterin Kreislaufwirtschaft des Schweizerischen Verbands Kommunale Infrastruktur (SVKI), zweisprachig eröffnet.
Gemeinsam mit Christine Wiederkehr-Luther, Präsidentin von Swiss Recycle, als auch Marco Sonderegger, Präsident des Schweizerischen Verbands Kommunaler Infrastrukturen (SVKI), betonten sie, wie wichtig der Austausch von Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette für die Kreislaufwirtschaft in der Schweiz ist. Dieser soll mit Netzwerkplattformen wie dem Kongress gefördert werden, den die beiden Organisationen deshalb gemeinsam veranstalten.
Wo steht die Schweiz in Sachen Vorbereitung zur Wiederverwendung?
Im ersten Themenblock «Politische Rahmenbedingungen» zeigte Christiane Wermeille vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) auf, welche nächsten Schritte im Rahmen der USG-Revision bevorstehen, um die Kreislaufwirtschaft in der Schweiz zu fördern. Aktuell befindet sich das Verordnungspaket 20 in der Vernehmlassung. Dieses enthält unter anderem Kriterien für die Anerkennung von Branchenorganisationen.
Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in der EU wird die Kreislaufwirtschaft regulatorisch stark vorangetrieben. Wojtek Sitarz von der EU-Kommission gab in seinem Fachinput einen Überblick über aktuelle Entwicklungen rund um die Reparierbarkeit von Produkten.
Ein zentrales Highlight am Vormittag war das Podium zur Vorbereitung zur Wiederverwendung von Elektroaltgeräten. Die Diskutierenden Jon Fanzun von Swico Recycling, Pasqual Zopp von SENS eRecycling, Sabine Krattiger von Immark, Christian Jordi vom SVKI sowie Björn Jung von Thermoplan waren sich einig: Es braucht geeignete Rahmenbedingungen, Ansätze bereits im Design, mehr Sensibilisierung sowie eine stärkere Sichtbarmachung laufender Projekte im Bereich Reuse.
Das Potenzial für Wiederverwendung sei vorhanden – allerdings vor allem bei bestimmten Gerätekategorien. Klar sei zudem: Nur die Zusammenarbeit aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette könne funktionierende Systeme ermöglichen. Uneinigkeit bestand jedoch bei der Frage der Finanzierung, wie es Moderatorin Rahel Ostgen von Swiss Recycle zum Schluss auf den Punkt brachte: Soll die Vorbereitung zur Wiederverwendung durch den Markt getragen werden oder braucht es neue Finanzierungsmechanismen?






















