Plastik-Verpackungen

Plastik oder Kunststoff ist einer der am häufigsten eingesetzter ein vielfältiger Werkstoffe für Verpackungen. Plastik Seine Vorteile liegen in der hohen Formbarkeit, dem geringen Gewicht und der Widerstandsfähigkeit gegen äussere Einflüsse. Dadurch können Produkte zuverlässig geschützt und die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängert werden.

Plastik-Verpackungen können aus einer Vielzahl an verschiedenen Kunststoffen bestehen. Zu den Standardkunstoffen, auch Massenkunststoffe genannt, gehören PET (Polyethylenterephthalat), PE (Polyethylen), PP (Polypropylen) und PS (Polystyrol). Weil diese Kunststoffe von blossem Auge kaum unterscheidbar sind, werden die Plastik-Verpackungen gemischt gesammelt und anschliessend maschinell sortiert. So können die sortenreinen Kunststoffe einer hochwertigen stofflichen Verwertung zugeführt werden.

Kreislauf von Plastik-Verpackungen

Herstellung & Verkauf

Inverkehrbringer optimieren das Verpackungsdesign (Design for Recycling), damit die Verpackungen nach dem Gebrauch hochwertig stofflich verwertet werden können.

Sammlung

Die Konsument:innen sammeln die restentleerten Plastik-Verpackungen und Getränkekartons in kostenpflichtigen Sammelsäcken – zum Beispiel dem «RecyBag» der Branchenorganisation RecyPac. Um die Trennung zu erleichtern, setzen immer mehr Inverkehrbringer den Hinweis «Recycle im RecyBag» auf ihren Verpackungen ein.

Rückgabe

Die Konsument:innen bringen die vollen Säcke an eine Sammelstelle in ihrer Nähe zurück – beispielsweise im Detailhandel, bei Werkhöfen der Gemeinde oder bei privaten Recycling-Centern.

Sortierung

Das Sammelgut wird in Sortieranlagen in der Schweiz und im grenznahen Ausland sortiert. Dabei werden die verschiedenen Plastik-Arten (z.B. PET, HDPE, LDPE, PP, PS), Getränkekartons, Abfälle (inkl. Restflüssigkeiten und Lebensmittelanhaftungen) sowie andere Wertstoffe in separate Fraktionen getrennt.

Verwertung Plastik

Die verschiedenen Plastikarten werden von Recyclingbetrieben in der Schweiz und im europäischen Ausland verwertet. Dabei wird das Plastik geschreddert, gewaschen, getrocknet, nachbehandelt und schlussendlich extrudiert. Das Resultat sind hochwertige Rezyklate in Form von Granulat, welches Neumaterial ersetzen kann.

Verwertung Getränkekartons

Die Getränkekartons werden von Papier- und Kartonfabriken im europäischen Ausland verwertet. Dabei werden die Getränkekartons in einen Pulper gegeben, wo die Fasern von der Kunststoff-Aluminium-Schicht, dem PolyAl, getrennt werden. Die Fasern werden für die Papier- und Kartonherstellung genutzt, während das PolyAl zu Granulat verarbeitet wird.

Weitere Infos dazu unter Getränkekarton

Thermische Verwertung

Fehlwürfe, Fremdstoffe und andere nicht rezyklierbare Bestandteile des Sammelguts werden aussortiert. Diese Sortierreste werden zurück in die Schweiz transportiert und hier der thermischen Verwertung in KVA oder Zementwerken zugeführt.

Wiedereinsatz

Die Mitglieder von RecyPac haben ein Vorkaufsrecht für die Wertstoffe aus dem Schweizer Sammelgut. Mit diesem Mechanismus fördert RecyPac, dass Rezyklate aus der Schweiz auch wieder für Verpackungen und Produkte in der Schweiz eingesetzt werden. Mit diesem Schritt werden der Kreislauf geschlossen und der Ressourcenverbrauch gesenkt.

Was gehört in die Plastiksammlung?

In die Plastiksammlung (z.B. den RecyBag) gehören folgende Verpackungen aus Plastik sowie Getränkekartons (z.B. von Tetra Pak). Die Behältnisse müssen nicht gereinigt werden. Restentleert reicht aus.

  • Plastik-Flaschen: z.B. von Kosmetika, Putz- und Waschmitteln, Pflanzendünger, Saucen, Essig und Öl
  • Beutel: z.B. von Aufbackbrot, Flüssigseife, Kaffee, Nüssen, Pommes Chips, Reis, Teigwaren und Toast
  • Folien: z.B. von Gemüse, Salat, Tofu, Zeitschriften sowie Um-, Mehrfach und Schutz-Verpackungen wie Luftpolster, Klarsicht- und Sixpack Folien
  • Säcke und Tüten: z.B. Einkaufstaschen und Raschelsäckli
  • Becher: z.B. von Cherry-Tomaten, Getränken, Glace und Joghurt
  • Schalen: z.B. von Eiern, Fleisch, Guetzli, Käse, Obst, Fertig und Take-Away-Gerichten
  • Tuben: z.B. von Kosmetika, Sonnencrème und Zahnpasta
  • andere Verpackungen: z. B. von Druckerpatronen, Büroartikeln und Geschirrspültabs
  • Getränkekartons (z.B. von Tetra Pak): z.B. von Fruchtsäften, Milch- und Milchprodukten

Sie sind unsicher, ob eine Verpackung in den RecyBag gehört? Machen Sie den RecyBag-Check

In eine andere Sammlung oder den Hauskehricht gehören:

Nicht in die Plastiksammlung gehören:

  • PET-Getränkeflaschen (⇒ PET-Getränkeflaschen)
  • Sonstige Plastikflaschen (⇒ Plastikflaschen)
  • Starkverschmutzte Verpackungen mit Restinhalten (⇒ Hauskehricht)
  • Einweggeschirr (⇒ Hauskehricht)
  • Styropor (⇒ Styropor)
  • Spielzeuge und andere Produkte aus Plastik (⇒ Re-Use (z.B. Brockenhaus); falls defekt ⇒ EE-Geräte oder Hauskehricht)
  • Elektrogeräte (⇒EE-Geräte)

Wo und wie werden Plastik-Verpackungen gesammelt?

Wo und wie werden Plastik-Verpackungen gesammelt? Plastik-Verpackungen gelten als sogenannte «Siedlungsabfälle». Das bedeutet, die Gemeinden und Abfallzweckverbände sind für die Entsorgung dieser Wertstoffe zuständig. Diese lokale Zuständigkeit hatte zur Folge, dass sich regional unterschiedliche Sammelsysteme entwickelt haben.

Ende 2023 wurde mit «RecyPac» eine nationale Branchenorganisation für die Kreislaufwirtschaft von Plastik-Verpackungen und Getränkekartons gegründet. RecyPac betreibt den «RecyBag», der seit Anfang 2025 in immer mehr Regionen verfügbar ist. Zusätzlich zu RecyPac bieten folgende Anbieter eine Sammlung von Plastik-Verpackungen und Getränkekartons an:

  • KUH-Bag (A-Region, Verband KVA Thurgau, Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid)
  • Kunststoff-Sammelsack (Kunststoffsammelsack Schweiz GmbH)
  • Migros-Sack (Migros-Genossenschaft-Bund)
  • RecyBag (Verein RecyPac)
  • Sammelsack (InnoRecycling AG). InnoRecycling hat im November 2025 beschlossen, RecyPac-Mitglied zu werden. RecyPac ermöglicht mit dem RecyBag eine Anschlusslösung für das Sammelsystem «Bring Plastic Back». Weitere Informationen: Newsartikel
  • SuperSack (Elrec AG): Die Elrec AG hat im Sommer 2025 beschlossen, den SuperSack zugunsten des RecyBags aufzugeben.

Informieren Sie sich auf den Webseiten der jeweiligen Anbieter oder bei Ihrer Gemeinde, ob und wo welcher Sammelsack an Ihrem Wohnort angeboten wird.

Vorteile des Plastik-Recyclings

Von den Konsument:innen separat Ggesammelter Plastik-Verpackungen landen nicht in den Kehrichtverbrennungsanlagen und können stattdessen zu Rezyklaten Regranulat verarbeitet werden. Indem dieses Sekundärmaterial für neue Verpackungen und Produkte eingesetzt wird, kann und kann als Sekundärmaterial der Verbrauch von Neu-Plastik reduziert werden.

Verschiedene Studien aus der Schweiz belegen den Umweltnutzen des Kunststoff-Recycling im Vergleich zur Verbrennung:

  • Gemäss dem Bundesamt für Umwelt BAFU könnte mit einem schweizweit einheitlichen und flächendeckenden Recycling von Plastik-Verpackungen und Getränkekartons ein Klimanutzen von zwischen 400'000 bis 740'000 Tonnen CO2eq pro Jahr erreicht werden. Das entspricht einem Umweltnutzen von 491 Mrd. bis 975 Mrd. Umweltbelastungspunkten (UBP).
  • Mit dem Recycling von einer Tonne separat gesammelten Plastik-Verpackungen können um die 1,5 Tonnen CO₂eq eingespart werden. Das entspricht einer Reduktion des CO2-Fussabdrucks um rund einen Drittel – so das Ergebnis einer Lebenszyklusanalyse für den Leistungsbericht 2025 von Swiss Recycle.
  • Die ETH Zürich hat 2023 bestätigt, dass eine nachhaltige Kunststoffwirtschaft grundsätzlich möglich sei. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei, dass das Recycling massiv ausgebaut wird – also mehr Plastik in höherer Qualität rezykliert wird. Professor André Bardow sagt deshalb: «Man soll Recycling intensivieren, wo es nur geht. Mehr Recycling von Kunststoff führt immer zu mehr Nachhaltigkeit.»

Kennzahlen und Hintergrundwissen

1Kilo

gesammelte Kunststoffverpackungen spart so viel Umweltbelastung ein, wie 63 Stunden Laptop-Nutzung benötigen.

Hintergrundwissen

Bereits 2021 hat das Schweizer Parlament erkannt, dass es eine national einheitliche Lösung für die Sammlung von Plastik-Verpackungen und Getränkekartons braucht und hat deshalb die Motion «Förderung der Kreislaufwirtschaft. Die Schweiz soll mehr Plastik rezyklieren» von Nationalrat Marcel Dobler oppositionslos an den Bundesrat überwiesen. Im Frühjahr 2024 hat das Parlament zudem eine Teilrevision des Umweltschutzgesetzes verabschiedet, mit der die Kreislaufwirtschaft in der Schweiz gestärkt werden soll. Als Folge dieser Entwicklungen hat der Bundesrat eine neue «Verpackungsverordnung» in die Vernehmlassung geschickt, die im Oktober 2025 geendet hat.

In absehbarer Zukunft werden Plastik-Verpackungen und Getränkekartons aus dem Abfallmonopol entlassen. Stattdessen wird es voraussichtlich eine «subsidiäre Rücknahmepflicht» geben. Das bedeutet: Wer solche Verpackungen in Verkehr bringt, ist für die Rücknahme und das Recycling zuständig. Der Inverkehrbringer kann das entweder selbst organisieren oder eine Branchenorganisation wie RecyPac damit beauftragen. Mit der Verpackungsverordnung wird voraussichtlich auch eine Verwertungsquote von 55% für Kunststoffverpackungen sowie von 70% für Getränkekartons gefordert. (Quelle BAFU)

Organisation

RecyPac ist die Schweizer Branchenorganisation für die Umsetzung der Kreislauf-wirtschaft von Plastik-Verpackungen und Getränkekartons und wurde 2023 ins Leben gerufen. Im Januar 2025 hat RecyPac die schweizweit einheitliche Separatsammlung mit dem RecyBag gestartet. Das Ziel von RecyPac ist, in der Schweiz eine hochwertige Kreislaufwirtschaft für Plastik-Verpackungen und Getränkekartons aufzubauen.

RecyPac - Kreislauf Plastik und Getränkekarton
Hohlstrasse 532
8048 Zürich

info.dont-like-spam@ich-will-kein-spam.recypac.ch
www.recypac.ch

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